Frühjahrsputz: URL-Parameter-Tool

Montag, 28. März 2022

Zusammenfassung: Das URL-Parameter-Tool in der Search Console wird in einem Monat eingestellt. Aktuelle Nutzer des Tools müssen nichts unternehmen.

Screenshot des URL-Parameter-Tools beim Start
URL-Parameter-Tool von 2009

Als das URL-Parameter-Tool 2009 in Webmaster Tools, dem Vorgänger der Search Console, eingeführt wurde, war das Internet noch wesentlich chaotischer, als es heute der Fall ist. SessionID-Parameter waren sehr weit verbreitet, CMS hatten Probleme beim Organisieren der Parameter und Browser konnten Links oft nicht richtig interpretieren. Mit dem URL-Parameter-Tool konnten Websiteinhaber detailliert steuern, wie Google ihre Website crawlt. Dazu gaben sie an, wie bestimmte Parameter sich auf den Inhalt ihrer Website auswirken.

Im Lauf der Jahre hat Google viel dazugelernt und konnte immer besser beurteilen, welche Parameter auf einer Website hilfreich sind und welche nicht. Tatsächlich bieten nur etwa 1 % der aktuell im URL-Parameter-Tool angegebenen Parameterkonfigurationen einen Mehrwert beim Crawling. Da das Tool sowohl für Google als auch für Search Console-Nutzer wenig effektiv ist, wird es in einem Monat eingestellt.

Ab sofort müsst ihr die Funktion von URL-Parametern auf euren Websites nicht mehr angeben. Die Crawler von Google lernen automatisch, wie URL-Parameter gehandhabt werden müssen.

Wenn ihr mehr Kontrolle benötigt, könnt ihr robots.txt-Regeln nutzen, um beispielsweise die Reihenfolge von Parametern in einer allow-Anweisung festzulegen, oder hreflang verwenden, um Sprachvarianten von Inhalten anzugeben.

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