Häufige Fehler

Auf dieser Seite werden einige der häufigsten Fehler beschrieben, die Webmaster bei der Entwicklung von Websites für Mobilgeräte machen.

Blockierte JavaScript-, CSS- und Bilddateien

Ermöglichen Sie dem Googlebot zum optimalen Rendern und Indexieren jederzeit den Zugriff auf die von Ihrer Website verwendeten JavaScript-, CSS- und Bilddateien, damit der Googlebot Ihre Website wie ein durchschnittlicher Nutzer sieht. Wenn die "robots.txt"-Datei Ihrer Website das Crawlen dieser Assets verhindert, werden dadurch unsere Algorithmen beim Rendern und Indexieren Ihrer Inhalte unmittelbar beeinträchtigt. Dies kann suboptimale Rankings zur Folge haben.

  1. Achten Sie darauf, dass der Googlebot Ihre JavaScript-, CSS- und Bilddateien crawlen kann. Verwenden Sie dazu in der Google Search Console die Funktion "Abruf wie durch Google". Sie ermöglicht Ihnen, Ihre Inhalte genau so zu sehen, wie der Googlebot sie sieht und rendert. Zudem hilft sie Ihnen dabei, einige Probleme mit der Indexierung auf Ihrer Website zu ermitteln und zu beheben.

  2. Prüfen und testen Sie die "robots.txt"-Datei in der Google Search Console.

  3. Testen Sie Ihre mobilen Seiten mit dem Test auf Optimierung für Mobilgeräte, um festzustellen, ob unsere Systeme Ihre Website als für mobile Nutzer kompatibel erkennen.

  4. Falls Sie separate URLs für Ihre mobilen Seiten verwenden, testen Sie die URLs sowohl für Mobilgeräte als auch für Desktops, um zu gewährleisten, dass die Weiterleitung erkannt wird und gecrawlt werden kann.

Nicht abrufbare Inhalte

Manche Video- oder Inhaltstypen sind auf Mobilgeräten nicht abrufbar. Hierzu zählen beispielweise lizenzbeschränkte Medien oder Formate, für die Flash Player oder andere Player benötigt werden, die auf diversen Mobilgeräten nicht unterstützt werden. Nicht abrufbare Websiteinhalte können für Nutzer sehr frustrierend sein.

Wenn Nutzer eine Seite mit Inhalten besuchen, die auf Mobilgeräten nicht unterstützt werden, wird ihnen eine Fehlermeldung wie die folgende angezeigt:

Video nicht abrufbar

Das Ergebnis ist eine schlechte Nutzererfahrung auf Mobilgeräten.

Wir empfehlen, keinen selbst entwickelten Videoplayer zu verwenden bzw. keine Inhalte in nicht unterstützten Formaten einzufügen, sondern Videos oder Animationen mithilfe von HTML5-Standard-Tags zu integrieren.

Für animierte Inhalte, die mit Flash Player oder anderen Multimediaplayern gerendert werden, sollten Sie HTML5-Animationen verwenden, die in allen Webbrowsern funktionieren. Mit Google Web Designer können Sie diese Animationen problemlos in HTML5 erstellen.

  • Nutzen Sie HTML5-Standards für Animationen, damit alle Nutzer Ihre Inhalte problemlos ansehen können.
  • Achten Sie bei der Videoeinbettung darauf, dass die Videos auf allen Geräten abgespielt werden können.
  • Stellen Sie gegebenenfalls das Videotranskript zur Verfügung. Hierdurch können auch Personen auf Ihre Website zugreifen, die unterstützende Browsertechnologien nutzen oder Browser haben, die keine selbst entwickelten Videoformate wiedergeben können.

Weitere Informationen erhalten Sie in unseren Best Practices zu Videos in den Webgrundlagen von Google.

Fehlerhafte Weiterleitungen

Wenn Sie mit separaten mobilen URLs arbeiten, müssen Sie mobile Nutzer für jede Desktop-URL zur entsprechenden mobilen URL weiterleiten. Es wäre nicht korrekt, sie zu anderen Seiten weiterzuleiten, beispielsweise immer zur Startseite.

Beispiele:

  • Der Server Ihrer Desktopwebsite ist so konfiguriert, dass mobile Nutzer unabhängig von der ursprünglich angeforderten URL zur Startseite der mobilen Website weitergeleitet werden, auch wenn auf der mobilen Website die entsprechende Seite zur weiterleitenden Desktopseite vorhanden ist.
  • Die URLs Ihrer Desktopwebsite werden dynamisch mit URL-Parametern generiert, die der entsprechenden mobilen URL nicht einwandfrei zugeordnet werden können. So ist es z. B. frustrierend für einen Nutzer, wenn er auf der Desktopwebsite eine Zugverbindung für ein bestimmtes Datum sucht und zur allgemeinen Fahrplansuchseite auf der mobilen Website weitergeleitet wird. Wir empfehlen Ihnen, die Weiterleitung korrekt zu konfigurieren, wenn eine entsprechende mobile URL vorhanden ist, damit die Nutzer auf genau die Seite gelangen, die sie gesucht haben.

  • Die Weiterleitung erfolgt auf Ihrer Desktop-Website zu einigen, aber nicht zu allen Mobilgeräten. Zum Beispiel leitet eine Website möglicherweise nur Android-Nutzer zur mobilen Website weiter, nicht aber iPhone- oder Windows Phone-Nutzer.

  • Verwenden Sie die Google Search Console. Wenn Sie ein bestätigter Nutzer sind, senden wir Ihnen eine Nachricht, wenn wir feststellen, dass Smartphonenutzer von einer Seite auf Ihrer Website zur Startseite weitergeleitet werden. Außerdem weisen wir Sie auf fehlerhafte Weiterleitungen hin, die wir im Bereich Smartphone-Crawling-Fehler der Search Console gefunden haben. Nutzen Sie die von uns in der Search Console bereitgestellten Beispiel-URLs als Ansatz, um das Debugging genau an dem Punkt durchzuführen, an dem das Problem in der Serverkonfiguration besteht.

  • Richten Sie Ihren Server so ein, dass Smartphonenutzer zur entsprechenden URL auf Ihrer mobilen Website weitergeleitet werden.

  • Falls für eine Seite auf Ihrer Website keine mobile Version vorhanden ist, verwenden Sie die Desktopseite und leiten Sie Nutzer nicht zur Startseite der für Smartphones optimierten Website weiter. In diesem Fall ist es besser, nichts zu tun, anstatt das Falsche zu tun.

  • Nutzen Sie das Responsive Webdesign, mit dem für Desktop- und Smartphonenutzer dieselben Inhalte bereitgestellt werden.

404-Fehler nur bei mobilen Seiten

Auf manchen Websites werden Desktopnutzern, die eine URL aufrufen, Inhalte bereitgestellt, während mobilen Nutzern eine Fehlerseite angezeigt wird.

404-Fehler nur für mobile Seiten

Wenn Sie feststellen, dass ein Nutzer eine Desktopseite über ein Mobilgerät aufruft, und wenn eine entsprechende mobile Seite mit einer anderen URL vorhanden ist, sollten Sie ihn zur Gewährleistung einer optimalen Nutzererfahrung zu dieser URL weiterleiten, anstatt eine 404- oder eine Soft 404-Seite zu schalten. Vergewissern Sie sich auch, dass die für Mobilgeräte optimierte Seite selbst keine Fehlerseite ist.

Funktionierende Weiterleitungen
  • Verwenden Sie die Google Search Console. Wenn Sie ein bestätigter Nutzer der entsprechenden Website sind, senden wir Ihnen im Nachrichten-Center eine Benachrichtigung.

  • Falls Sie eine Smartphonewebsite mit einer separaten URL haben, richten Sie Ihren Server so ein, dass er Smartphonenutzer zur entsprechenden URL auf der Smartphonewebsite weiterleitet.

  • Wenn Sie mit dynamischer Bereitstellung arbeiten, achten Sie darauf, dass die User-Agent-Erkennung richtig konfiguriert ist.

  • Verfügt eine Seite auf Ihrer Website über keine entsprechende Smartphoneseite, belassen Sie die Nutzer auf der Desktopseite. Anstelle einer Fehlermeldung sollte der Nutzer das sehen, was er gesucht hat.

  • Nutzen Sie, falls möglich, Responsive Webdesign. Durch diese Konfiguration können Sie Nutzern geräteunabhängig dieselben Inhalte bereitstellen.

  • Prüfen Sie den Bericht zu Crawling-Fehlern in der Google Search Console. Auf dem Tab "Smartphone" wird eine Liste der erkannten URLs angezeigt, die für Smartphones spezifische 404-Fehler zurückgeben.

Interstitials vermeiden

Auf vielen Websites werden Interstitials oder Overlays eingeblendet, die die Inhalte der vom Nutzer aufgerufenen Seite teilweise oder vollständig verdecken. Diese Interstitials, die häufig auf Mobilgeräten eingeblendet werden, um für die eigene App einer Website zu werben oder Registrierungsformulare für Mailinglisten oder Anzeigen zu präsentieren, beeinträchtigen die Nutzererfahrung. Im Extremfall ist das Interstitial so konzipiert, dass der Nutzer es nur schwer schließen kann, um den eigentlichen Inhalt der Seite zu sehen. Da der Platz auf dem Display von Mobilgeräten begrenzt ist, wirken sich Interstitials grundsätzlich negativ auf die Nutzererfahrung aus.

App-Download-Interstitials

Viele Webmaster werben bei Besuchern ihrer mobilen Website für die systemeigenen Apps ihres Unternehmens. Falls dies nicht mit der nötigen Umsicht geschieht, kann dies zu Indexierungsproblemen führen und ebenfalls die Nutzererfahrung auf der Website beeinträchtigen.

Interstitials vermeiden
Der Nutzer wird durch das Interstitial aufgehalten und kann nicht die gewünschten Aktionen durchführen.
App-Banner
Wenn Sie jedoch ein Banner verwenden, kann der Nutzer weiter die gewünschten Aktionen durchführen, während die App präsentiert wird.
  • Verwenden Sie in den Seiteninhalten ein einfaches Inline-Banner, um für Ihre App zu werben. Dieses Banner kann folgendermaßen implementiert werden:

    • Mit einem vom Browser unterstützten Banner wie Smart App-Banner für Safari oder einem systemeigenen App-Banner für Chrome
    • Mit einem HTML-Banner oder -Bild ähnlich einer klassischen kleinen Werbeanzeige, das mit dem richtigen App-Store zum Download verlinkt ist
  • Wenn Sie über eine Android-App verfügen, kann es sinnvoll sein, die App-Indexierung zu implementieren: Wenn indexierte Inhalte Ihrer App für eine bestimmte Suchanfrage relevant sind, blenden wir in den Suchergebnissen eine Installationsschaltfläche ein. So können Nutzer die App herunterladen und direkt zur entsprechenden Seite in Ihrer App wechseln.

Bei Websites, die Nutzern separate mobile URLs bereitstellen, ist es üblich, Links zu der für Desktops optimierten Version und ebenso Links von der Desktopseite zur mobilen Seite einzubetten. Häufig wird hier der Fehler gemacht, Links zu integrieren, die auf eine irrelevante Seite zeigen, also z. B. Links auf mobilen Seiten zu platzieren, die auf die Startseite der Desktopwebsite verweisen.

  • Überprüfen Sie Ihre Links und achten Sie darauf, dass sie auf die korrekte Seite verweisen.

Mobile Seiten sind langsam

Es ist ausgesprochen wichtig, dass Ihre mobile Website schnell geladen wird. Lange Wartezeiten beim Aufrufen der Inhalte können für Nutzer sehr frustrierend sein.

Verwenden Sie Google PageSpeed Insights und prüfen Sie, ob Ihre Seite Probleme aufweist, die zu einem langsamen Laden der Seite führen können. Beachten Sie dazu vor allen den Unterabschnitt "Geschwindigkeit". Bemühen Sie sich, die mit "Behebung erforderlich" gekennzeichneten Probleme zu beheben.

Weitere Informationen erhalten Sie unter den folgenden Links:

Darstellungsbereich korrekt festlegen

Da die Besucher Ihrer Website eine Vielzahl von Geräten mit unterschiedlichen Bildschirmgrößen nutzen, sollten Sie den Darstellungsbereich Ihrer Seiten mithilfe des Darstellungsbereich-Meta-Tags konfigurieren. Anhand dieses Tags wird festgelegt, wie die Größe und Skalierung der Seite für das jeweilige Gerät aufseiten des Browsers anzupassen ist. Meist treten die folgenden beiden Probleme auf:

  • Verwendung eines Darstellungsbereichs mit fester Breite: Dadurch kann die Seite nicht optimal an die zahlreichen verschiedenen Gerätegrößen angepasst werden. Weitere Informationen
  • Angabe eines unrealistisch breiten Mindestdarstellungsbereichs: Nutzer kleinerer Geräte sind dadurch möglicherweise gezwungen, horizontal zu scrollen, um den Inhalt zu lesen. Dies ist dann der Fall, wenn Seiten absolute Werte in CSS-Deklarationen verwenden oder Bilder nutzen, die für eine bestimmte Browserbreite optimiert sind, zum Beispiel 980 Pixel. Um diesen Fehler zu beheben, müssen Sie sicherstellen, dass die Seiten relative Breiten- und Positionswerte für CSS-Elemente verwenden und dass Bilder ebenfalls skaliert werden können. Weitere Informationen

Schriftgröße zu klein

Wählen Sie für die Schrift keine Größe, die zu klein ist. Ansonsten ist der Inhalt auf einem Mobilgerät nicht lesbar und Besucher mit Mobilgeräten sind gezwungen zu zoomen. Nach Einrichtung eines Darstellungsbereichs für Ihre Webseiten legen Sie Ihre Schriftgrößen so fest, dass diese innerhalb des Darstellungsbereichs entsprechend skaliert werden. Weitere Informationen zu den Best Practices für die Schriftgröße finden Sie unter Lesbare Schriftgrößen verwenden.

Touch-Elemente zu dicht beieinander

Achten Sie darauf, dass Touch-Elemente wie Schaltflächen und Navigationslinks nicht so dicht nebeneinander angeordnet sind, dass ein mobiler Nutzer nicht problemlos auf das gewünschte Element tippen kann, ohne dabei auch das benachbarte Element zu berühren. Um diesen Fehler zu beheben, achten Sie darauf, dass für Besucher auf Mobilgeräten die Größe der Schaltflächen und Navigationslinks richtig gewählt ist und ausreichend Abstand zwischen den Elementen gegeben ist. Weitere Informationen finden Sie unter Optimale Größe von Links oder Schaltflächen auf Mobilgeräten einhalten.