Checkliste vor dem Start

Verwaltung deiner Client-ID in der Google Cloud Console

Die Funktion zur Verwaltung der Client-ID für die Premiumoption befindet sich in der Cloud Console unten auf der Seite „Google Maps Platform-Anmeldedaten“ im Bereich Client-ID.

Der neue Client-ID-Bereich auf der Seite „Anmeldedaten“

Für weitere Verwaltungsaufgaben hinsichtlich der Client-ID, etwa URL-Autorisierung und Signatur-Secret, steht die separate Client-ID-Seite zur Verfügung. So kannst du darauf zugreifen: Klicke ganz rechts im Bereich Client-ID auf das Symbol für Bearbeiten.

Wichtig: Du kannst dich nicht mehr für die Google Maps Platform-Premiumoption registrieren. Auch für Neukunden ist sie nicht mehr verfügbar.

Kontrollieren, ob dein Team Zugriff auf die benötigten Ressourcen hat

Auf die Google Cloud Console

Warum ist das wichtig? Die Google Cloud Console bietet Zugriff auf Informationen wie Nutzungsberichte, Newsfeeds und Entwicklerressourcen. Außerdem kannst du dort Anfragen an das Supportteam für die Google Maps APIs stellen, wenn bei der Entwicklung oder Einführung technische Probleme auftreten.

Vor der Einführung musst du allen Entwicklern, die für die Anwendung zuständig sind, Zugriff auf die Cloud Console gewähren. So können sie sich bei technischen Problemen an den Support wenden. Außerdem ist unser Supportteam so in der Lage, sich mit den richtigen Ansprechpartnern in deiner Organisation in Verbindung zu setzen. Das kann z. B. erforderlich sein, wenn wir ungewöhnlichen Traffic oder abnormales Verhalten feststellen, durch das Probleme mit deiner Anwendung auftreten können. Wenn wir die entsprechenden Entwickler kontaktieren können, lassen sich unerwartete Ausfälle unter Umständen noch rechtzeitig verhindern.

Auf E-Mail-Gruppen und Benachrichtigungen

Warum ist das wichtig?: Damit du hinsichtlich der Entwicklungen und Änderungen bei den Google Maps APIs immer auf dem neuesten Stand bist, empfehlen wir dir, eine oder mehrere der folgenden E-Mail-Gruppen zu abonnieren:

  • google-maps-platform-notifications: technische Updates zu den APIs und Webdiensten von Google Maps Platform, Benachrichtigungen bei Ausfällen und Funktionsankündigungen (ca. drei bis fünf Nachrichten pro Monat)
  • google-maps-js-api-v3-notify: neue Versionen der Google Maps JavaScript API (ca. 4 Nachrichten pro Jahr)

Deine Anwendung optimieren

Firewall konfigurieren, um Zugriff auf die Google Maps Platform-Dienste zu erlauben

Warum ist das wichtig?: Google Maps Platform-Dienste verwenden verschiedene Domains, von denen einige nicht zur Domain *google.com gehören. Wenn du dich hinter einer restriktiven Firewall befindest, ist es wichtig, dass die Firewall Zugriff auf die Domains gewährt, die von den einzelnen Maps API-Diensten verwendet werden. Falls deine Firewall dies verhindert, schlagen die API-Anfragen fehl, wodurch deine Anwendungen beeinträchtigt werden können. Eine vollständige Liste der von den Maps APIs verwendeten Domains findest du unter Liste der Google Maps-Domains.

Wir raten davon ab, Firewallbeschränkungen nach IP-Adressen festzulegen, da die IP-Adressen dieser Domains nicht statisch sind.

Hinweis: Bei den Google Maps Platform-Diensten werden für eingehenden und ausgehenden Traffic die Ports 80 (http) und 443 (https) verwendet. Außerdem erfordern diese Dienste GET-, POST-, PUT-, DELETE- und HEAD-Anfragen. Konfiguriere deine Firewall so, dass Traffic über diese Ports nicht blockiert wird und Anfragen je nach API und Anwendungsfall zugelassen werden.

SSL-Domains zur Verwendung mit der Maps JavaScript API autorisieren

Warum ist das wichtig?: Wenn die Maps JavaScript API mit einer SSL-Domain verwendet wird, ist es wichtig, dass du deine HTTPS-Domains explizit autorisiert hast, damit deine Anfragen nicht abgelehnt werden. Hinweis: Wenn du http://yourdomain.com autorisierst, wird nicht automatisch auch die entsprechende SSL-Domain https://yourdomain.com aktiviert. Du kannst die Liste der autorisierten Domains in der Google Cloud einsehen. Dazu scrollst du einfach nach unten zum Bereich Client-ID. Wenn du Fehler beheben möchtest, die bei der Verwendung der clientseitigen APIs mit einer SSL-Domain auftreten, musst du prüfen, ob Elemente deiner Seite über HTTP geladen werden. Weitere Informationen findest du unter Fehlerbehebung im Zusammenhang mit der Autorisierung von URLs für die Google Maps Platform-Premiumoption.

Richtige API-Version auswählen

Warum ist das wichtig?: Bevor du damit beginnst, deine Anwendung zu entwickeln, ist es wichtig zu wissen, welche Versionen der APIs veraltet sind. Wenn du ausschließlich nicht verworfene API-Versionen verwendest, verkürzt sich nicht nur die Entwicklungszeit, sondern es ergeben sich auch geringere Folgekosten, die durch die Einstellung der verworfenen Versionen entstehen.

Insbesondere ist es wichtig, dass du das Versionierungsschema der Maps JavaScript API verstehst, damit du nicht versehentlich eine ungeeignete Version der API in deiner Umgebung verwendest.

Es kann beispielsweise sinnvoll sein, die experimentelle Version der API in deiner Entwicklungs- oder Testumgebung zu nutzen, aber wir raten unbedingt davon ab, die experimentelle Version in einer Produktionsumgebung zu verwenden. Unser SLA gilt nur für stabile Versionen der API. Daher solltest du in deiner Produktionsumgebung nur diese Versionen einsetzen.

Weitere Informationen findest du im Leitfaden zu den Maps JavaScript API-Versionen (derzeit nur in englischer Sprache verfügbar).

Zwischen clientseitigem und serverseitigem Design auswählen

Warum ist das wichtig?: Die Auswahl eines client- oder serverseitigen Ansatzes ist eine architektonische Entscheidung, die von größter Bedeutung für die Stabilität und Ausbaufähigkeit deiner Anwendung ist. Im Wesentlichen sollte für die offline (d. h. außerhalb deiner Anwendung) stattfindende Vor- und Nachbearbeitung von Datensätzen ein serverseitiger Ansatz gewählt werden. Im Gegensatz dazu sollte für die Teile deiner Anwendungen, bei denen es Nutzerinteraktionen gibt (d. h. bei denen in Echtzeit Nutzeranfragen verarbeitet werden), ein clientseitiger Ansatz gewählt werden.

Die Wahl eines serverseitigen Ansatzes, obwohl ein clientseitiger Ansatz erforderlich ist, ist die Hauptursache für überschrittene Kontingente und damit fehlerhafte Anwendungen. Wir empfehlen dir dringend, dich mit den Geocodierungsstrategien vertraut zu machen, bevor du Anwendungen entwickelst oder startest, die auf serverseitigen Aufrufen beruhen.

Kontingentnutzung optimieren

Warum ist das wichtig?: Wenn du weißt, wie deine Anwendung das Kontingent bzw. die sogenannten Maps APIs Credits nutzt, kannst du deine Kosten senken. Wenn du beispielsweise die Maps JavaScript API verwendest, verbraucht deine Anwendung Maps API Credits für jeden Kartenaufruf. Informationen hierzu findest du in der Anleitung zu Nutzungsgebühren und ‐limits für die Premiumoption.

Nutzung deiner Webdienstkontingente verwalten

Bevor du deinen Dienst einführst, musst du dich mit den verschiedenen Fehlern für das Überschreiten von Kontingenten vertraut machen, z. B. OVER_QUERY_LIMIT oder User Rate Limit Exceeded. Außerdem ist es wichtig, dass du in deiner Anwendung die richtige Logik einrichtest, um auf entsprechende Fehler zu reagieren. Lies dir zuerst die FAQ zu Nutzungslimits durch. Informationen zu den von den einzelnen APIs zurückgegebenen Statuscodes findest du im Entwicklerleitfaden für die betreffende API, beispielsweise im Leitfaden zu Directions API-Statuscodes. Wenn du diese Konzepte verstehst und implementierst, wird das Risiko erheblich verringert, dass deine Anwendung dein verfügbares Kontingent überschreitet, von Google blockiert wird und/oder Fehler auftreten.

Belastungstests bei deiner Anwendung durchführen

Warum ist das wichtig?: Du solltest Belastungstests durchführen, um sicherzustellen, dass auch eine große Anzahl von Anfragen verarbeitet werden kann, ohne dass deine Kontingente für die Maps APIs überschritten werden.

Auch wenn die Google Maps Platform sehr hohe Zugriffsvolumen verarbeiten kann, führen Belastungstests mit aktiven Google-Diensten dazu, dass deine zulässigen Kontingente überschritten werden und deine Anwendung potenziell von Google gesperrt wird. Außerdem musst du die Nutzungsgebühren zahlen, die bei den Belastungstests anfallen.

Ziel von Belastungstests ist es, sicherzustellen, dass deine Anwendung hohe Anfragevolumina bewältigen kann, ohne dass deine Kontingente für die Maps APIs überschritten werden oder die Anwendung von Google gesperrt wird. Um das zu erreichen, sollten Belastungstests mit einer Pseudo-API (Fake-API) vorgenommen werden – einem Dienst, der eine große Anzahl an Anfragen verarbeiten und gültige Antworten zurückgeben kann, ohne die Google Maps Platform einzubeziehen. Beispiel: Wenn sich dein Kontingent für die Geocoding API auf 20 Abfragen pro Sekunde beläuft, sollte durch einen Belastungstest sichergestellt werden, dass deine Anwendung 600 Abfragen pro Sekunde verarbeiten kann, ohne mehr als 20 Abfragen pro Sekunde an die Geocoding API zu senden.

Wenn du umfangreiche Belastungstests planst, wende dich bitte an den Google-Support, um Unterstützung zu erhalten und Google über deine Pläne zu informieren.