Änderungsprozess

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Die GTFS-Spezifikation ist nicht in Stein gemeißelt. Vielmehr ist sie eine offene Spezifikation, die von der Community aus Betreibern öffentlicher Verkehrsmittel, Entwicklern und anderen Interessenvertretern, die GTFS verwenden, entwickelt und verwaltet wird. Es wird erwartet, dass diese Ersteller und Nutzer von GTFS-Daten Vorschläge zur Erweiterung der Spezifikation um neue Funktionen haben. Um diesen Prozess einfacher zu gestalten, wurden die folgenden Verfahren und Regeln festgelegt.

Änderungen an der Spezifikation

Die offizielle Spezifikation, das Referenzmaterial und die Dokumentation sind in englischer Sprache. Wenn eine Übersetzung in eine andere Sprache vom englischen Original abweicht, hat die Originalversion Vorrang. Die gesamte Kommunikation erfolgt auf Englisch.

  1. Erstellen Sie einen git-Zweig mit einer Aktualisierung aller relevanten Teile der Dateien für die Protokolldefinition, Spezifikation und Dokumentation (mit Ausnahme der Übersetzungen).

  2. Erstellen Sie eine Pull-Anfrage auf https://github.com/google/transit. Diese Anfrage muss eine ausführlichere Beschreibung des Patches enthalten. Der Ersteller der Pull-Anfrage wird zum Advocate.

  3. Nachdem die Pull-Anfrage registriert wurde, muss ihr Advocate sie in der Mailingliste zu GTFS-Änderungen bekannt machen. Diese Bekanntmachung muss einen Link zur Pull-Anfrage enthalten. Nach dieser Bekanntmachung gilt die Pull-Anfrage als Vorschlag. Die Pull-Anfrage sollte auch einen Link zur Google-Groups-Bekanntmachung enthalten, um Querverweise zu vereinfachen.

  4. Nun wird der Vorschlag diskutiert. Die Diskussion sollte ausschließlich in Form von Kommentaren zur Pull-Anfrage stattfinden.

    • Die Diskussion dauert so lange, wie es der Advocate für notwendig hält, jedoch mindestens 7 Kalendertage.
    • Wenn der Advocate bestimmten Kommentaren zustimmt, muss er den Vorschlag (also die Pull-Anfrage) zeitnah entsprechend aktualisieren.
    • Der Advocate kann den Vorschlag jederzeit zurückziehen.
  5. Außerdem kann er nach den ersten 7 Tagen (Mindestdauer der Diskussion) jederzeit eine Abstimmung über eine Version des Vorschlags verlangen.

    • Bevor eine Abstimmung verlangt wird, sollten mindestens ein Ersteller und ein Nutzer der GTFS-Daten die vorgeschlagene Änderung implementieren. Es wird erwartet, dass Ersteller von GTFS-Daten die Änderung in einem öffentlich zugänglichen GTFS-Feed vornehmen und in den Kommentaren zur Pull-Anfrage einen Link zu diesen Daten angeben. Außerdem wird erwartet, dass Nutzer von GTFS-Daten in den Kommentaren zur Pull-Anfrage einen Link zu einer Anwendung angeben, in der die Änderung auf nichttriviale Weise verwendet wird (z. B. zur Unterstützung neuer oder verbesserter Funktionen).
  6. Eine solche Abstimmung dauert mindestens 7 volle Kalendertage und 5 Arbeitstage in der Schweiz. Sie endet um 23:59:59 Uhr (UTC).

    • Der Advocate sollte zu Beginn der Abstimmung angeben, wann diese endet.
    • Während der Abstimmung dürfen nur redaktionelle Änderungen am Vorschlag vorgenommen werden (Korrektur von Tippfehlern und Umformulierungen, durch die sich die Bedeutung nicht ändert).
    • Jeder kann bei der Pull-Anfrage in der Form eines Kommentars mit „Ja“ oder „Nein“ abstimmen und sein Votum bis zum Ende des Abstimmungszeitraums ändern. Wenn ein Teilnehmer sein Votum ändern möchte, wird empfohlen, den ursprünglichen Kommentar zu aktualisieren, d. h., er streicht das Votum durch und gibt das neue ein.
    • Voten, die vor Beginn der Abstimmung abgegeben werden, werden nicht berücksichtigt.
  7. Der Vorschlag wird angenommen, wenn das Ergebnis einstimmig ist und mindestens drei Voten abgegeben wurden.

    • Bei der Mindestanzahl der Voten zählt die Stimme der Person, die den Vorschlag eingereicht hat, nicht mit.
    • Gegenstimmen sollten begründet sein und idealerweise umsetzbares Feedback enthalten.
    • Wenn die Abstimmung nicht erfolgreich ist, kann der Advocate weiter am Vorschlag arbeiten oder ihn zurückziehen. In beiden Fällen muss der Advocate seine Entscheidung in der Mailingliste verkünden.
    • Wenn der Advocate die Arbeit am Vorschlag fortsetzt, kann innerhalb von 30 Kalendertagen nach dem Ende der letzten Abstimmung eine neue Abstimmung einberufen werden.
    • Der Vorschlag gilt als zurückgezogen, wenn innerhalb von 30 Kalendertagen nach dem ursprünglichen Vorschlag oder dem Ende der vorherigen Abstimmung keine Abstimmung gestartet wird.
  8. Wenn der Vorschlag zurückgezogen wird, wird die entsprechende Pull-Anfrage geschlossen.

  9. Wenn der Vorschlag angenommen wird, geschieht Folgendes:

    • Google verpflichtet sich, die Version der Pull-Anfrage zusammenzuführen, über die abgestimmt wurde, sofern die Mitwirkenden die Inhalte-Lizenzvereinbarung (CLA) unterzeichnet haben. Außerdem führt Google die Pull-Anfrage innerhalb von fünf Arbeitstagen aus.
    • Die ursprüngliche Pull-Anfrage darf keine Übersetzungen enthalten. Google ist dafür verantwortlich, relevante Übersetzungen in unterstützten Sprachen bereitzustellen. Aber auch reine Übersetzungs-Pull-Anfragen aus der Community sind willkommen und werden akzeptiert, sobald alle redaktionellen Kommentare bearbeitet wurden.
  10. Das Endergebnis der Pull-Anfrage (akzeptiert oder zurückgezogen) sollte in dem Google Groups-Thread kommuniziert werden, in dem die Pull-Anfrage ursprünglich bekannt gemacht wurde.