Microsoft SharePoint On-Premises-Connector bereitstellen

Dieser Leitfaden richtet sich an Administratoren, die mit dem SharePoint On-Premises-Connector für Google Cloud Search arbeiten und für das Herunterladen, Konfigurieren, Ausführen und Überwachen des Connectors verantwortlich sind.

Sie finden hier Anleitungen für wichtige Aufgaben im Zusammenhang mit dem Deployment des SharePoint On-Premises-Connectors:

  • Den SharePoint On-Premises-Connector für Google Cloud Search herunterladen
  • Den Connector für eine bestimmte SharePoint On-Premises-Datenquelle konfigurieren
  • Den Connector bereitstellen und ausführen

Sie sollten mit den Grundlagen der G Suite und von SharePoint On-Premises vertraut sein.

Überblick

Standardmäßig können Sie mit Google Cloud Search in Anwendungen wie Google Docs und Gmail nach G Suite-Daten suchen und diese indexieren und bereitstellen. Mithilfe des SharePoint On-Premises-Connectors ist dies auch für Inhalte aus SharePoint On-Premises möglich.

Dateien mit Konfigurationsattributen

Damit über den Connector Inhalte aus SharePoint On-Premises abgerufen und in die API für die Indexierung hochgeladen werden können, müssen Sie mithilfe einer Konfigurationsdatei bestimmte Informationen angeben. Während der im Abschnitt Deployment beschriebenen Konfigurationsschritte erstellen Sie die Konfigurationsdatei, indem Sie einer leeren Datei Parameter hinzufügen.

Neben den Parametern des SharePoint On-Premises-Connectors, die in diesem Artikel beschrieben sind, gibt es auch Konfigurationsparameter, die von allen Cloud Search-Connectors verwendet werden. Weitere Informationen zu den von Google bereitgestellten Connectorparametern

Unterstützte Betriebssysteme

Der SharePoint On-Premises-Connector für Cloud Search unterstützt die folgenden Betriebssysteme:

  • Windows Server 2016
  • Ubuntu
  • Red Hat Enterprise Linux 5.0
  • SUSE Enterprise Linux 10 (64-Bit)

Unterstützte SharePoint-Versionen

Der SharePoint On-Premises-Connector für Cloud Search unterstützt SharePoint Server 2016 und SharePoint Server 2013.

Unveröffentlichte Dokumente indexieren

Der SharePoint On-Premises-Connector für Cloud Search berücksichtigt immer die SharePoint-Einstellung "Suchbarkeit", d. h., sie kann nicht überschrieben werden. Bei Dokumententwürfen hängt die Indexierung von den Berechtigungen ab, die dem Nutzerkonto des Connectors erteilt werden. Wenn der Nutzer nur eine Leseberechtigung hat ("Alles lesen"), werden alle SharePoint-Einstellungen unter "Entwurfselementsicherheit" beibehalten.

Unterstützte Authentifizierungsmethoden

Der SharePoint On-Premises-Connector für Cloud Search unterstützt folgende Methoden: NTLM, Kerberos, HTTP Basic und ADFS.

Bekannte Einschränkungen des Connectors

Hier finden Sie eine Liste bekannter Einschränkungen dieses Connectors:

  • Die Zahl der Inhaltsdatenbanken beeinflusst die Latenzzeit bei der Erkennung von Dokumentänderungen.
  • Die Zahl der eindeutigen Nutzer und Gruppen, die in Zugriffssteuerungslisten (Access Control Lists, ACLs) für die einzelnen Websitesammlungen verwendet werden, wirkt sich auf den Speicherverbrauch aus.
  • In der aktuellen Version des Connectors werden nur Identitäten aus einer Active Directory-Domain unterstützt.
  • In der aktuellen Version des Connectors werden keine bekannten Active Directory- und Windows-Hauptkonten (Principals) unterstützt, z. B. Everyone, BUILTIN\Users, All Authenticated Users.
  • In der aktuellen Version des Connectors werden keine Sofortbenachrichtigungen zu Löschvorgängen generiert.
  • In der aktuellen Version erkennt der Connector Löschvorgänge aus dem Quell-Repository nur durch die Neuindexierung von Inhalten. Bei zuvor indexierten Inhalten kann die Latenz für die Löscherkennung mehr als vier Stunden betragen.

Deployment des SharePoint-On-Premises-Connectors für Cloud Search vorbereiten

Sie können den SharePoint On Premises-Connector für Google Cloud Search unter Linux oder Windows installieren. Bevor Sie ihn bereitstellen, müssen Sie dafür sorgen, dass die folgenden erforderlichen Komponenten vorhanden sind:

  • Windows Server 2016
  • SharePoint Server 2016 oder SharePoint Server 2013
  • Java JRE 1.8. Die Umgebung muss auf einem Computer installiert sein, auf dem der SharePoint On-Premises-Connector für Google Cloud Search ausgeführt wird.
  • Die folgenden G Suite-Informationen, die erforderlich sind, um Beziehungen zwischen Google Cloud Search und der Datenquelle herzustellen:

    In der Regel erhalten Sie diese Anmeldedaten vom G Suite-Administrator der Domain.

  • Ein Nutzerkonto für den Connector, dem in der Nutzerrichtlinie vollständige Leseberechtigungen für die SharePoint-Webanwendung erteilt wurden

  • Sorgen Sie dafür, dass für die Webanwendung eine Stammwebsitesammlung eingerichtet ist. Inhalte aus einer Webanwendung ohne eine solche Sammlung können mit diesem Connector nicht indexiert werden.

  • Sind schreibgeschützte Websitesammlungen vorhanden, führen Sie das Skript PrepareWriteLockedSitesForAdaptor.ps1 in SharePoint über ein Konto aus, das Administratorberechtigungen hat. Installieren Sie den Connector erst danach.

  • Führen Sie diagnose_sp.ps1 auf dem SharePoint-Server über ein Konto aus, das für die Verwaltung von Farmen berechtigt ist. So erhalten Sie zusätzliche Informationen über Ihre SharePoint-Umgebung, die bei der Konfiguration des SharePoint-Connectors nützlich sein können.

    Sie müssen das Skript nicht ausführen, bevor Sie den SharePoint-Connector bereitstellen. Mithilfe der Skriptausgabe lassen sich jedoch die Zahl der erforderlichen Connectorinstanzen, die Speicheranforderungen sowie die erwartete Zahl von Dokumenten leichter einschätzen. Die Ausgabe enthält u. a. Angaben zur Zahl der Webanwendungen, zur Authentifizierungsmethode, zur erwarteten Zahl der Dokumente und zur Zahl der Gruppen, in der das verwendete Nutzerkonto Mitglied ist.

Deployment

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um den SharePoint On-Premises-Connector für Google Cloud Search bereitzustellen:

  1. Installieren Sie den SharePoint On-Premises-Connector für Google Cloud Search.
  2. Geben Sie die Konfiguration des SharePoint On-Premises-Connectors an.
  3. Konfigurieren Sie den Zugriff auf die Google Cloud Search-Datenquelle.
  4. Konfigurieren Sie den Zugriff auf SharePoint On-Premises.
  5. Fügen Sie SharePoint als vertrauenswürdigen Host hinzu.
  6. Konfigurieren Sie Websitesammlungen.
  7. Aktivieren Sie das Logging.
  8. Konfigurieren Sie die SharePoint-Identitätszuordnung zu Google Cloud Search.
  9. Konfigurieren Sie die Active Directory-Suche.
  10. Konfigurieren Sie die HTML-Generierung und die Unterstützung für strukturierte Daten.

1. SharePoint On Premises-Connector für Google Cloud Search installieren

Die Installationssoftware für den Connector wird von Google in der folgenden Datei bereitgestellt:

google-cloudsearch-sharepoint-connector-v1-0.0.2.zip

Laden Sie den Microsoft SharePoint On Premises-Connector herunter und entpacken Sie die Datei. Speichern Sie ihn dann in einem lokalen Arbeitsverzeichnis, in dem der Connector ausgeführt werden soll. Dieses Verzeichnis kann auch alle relevanten Dateien enthalten, die für die Ausführung erforderlich sind, einschließlich der Konfigurationsdatei und der Schlüsseldatei des Dienstkontos.

2. Konfiguration des SharePoint-On-Premises-Connectors angeben

Damit der Connector auf SharePoint On-Premises zugreifen und relevante Inhalt indexieren kann, müssen Sie zuerst seine Konfigurationsdatei erstellen. Sie steuern das Verhalten und die Attribute des SharePoint On-Premises-Connectors, indem Sie in der Konfigurationsdatei des Connectors Parameter festlegen. Mit konfigurierbaren Parametern wird Folgendes gesteuert:

  • Zugriff auf eine Datenquelle
  • Zugriff auf den SharePoint On-Premises-Server
  • Indexierung des SharePoint On-Premises-Servers als Websitesammlung

So erstellen Sie eine Konfigurationsdatei:

  • Öffnen Sie einen Texteditor Ihrer Wahl.
  • Fügen Sie der Datei wie in den nächsten Abschnitten beschrieben Schlüssel/Wert-Paare hinzu.
  • Benennen und speichern Sie die Konfigurationsdatei. Wir empfehlen, sie connector-config.properties zu nennen, da so keine zusätzlichen Kommandozeilenparameter erforderlich sind, um den Connector auszuführen.

3. Zugriff auf die Google Cloud Search-Datenquelle konfigurieren

Die ersten Parameter, die in jeder Konfigurationsdatei angegeben werden müssen, sind diejenigen, die für den Zugriff auf die Cloud Search-Datenquelle erforderlich sind. Sie sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Normalerweise benötigen Sie die ID der Datenquelle, die ID der Identitätsquelle und den Pfad zur privaten Schlüsseldatei des Dienstkontos, um den Zugriff des Connectors auf Cloud Search konfigurieren zu können. Wie Sie eine Datenquelle einrichten, wird im Hilfeartikel Datenquelle für die Suche hinzufügen beschrieben.

Einstellung Parameter
ID der Datenquelle api.sourceId=1234567890abcdef

Pflichtangabe. Die ID der vom G Suite-Administrator eingerichteten Google Cloud Search-Quelle, wie in den Hilfeartikeln zur Integration von Drittanbietern beschrieben.

Pfad zur privaten Schlüsseldatei des Dienstkontos api.serviceAccountPrivateKeyFile=./PrivateKey.json

Pflichtangabe. Die Schlüsseldatei des Google Cloud Search-Dienstkontos, mit der der SharePoint On-Premises-Connector auf Google Cloud Search zugreift.

ID der Identitätsquelle api.identitySourceId=x0987654321

Pflichtangabe. Die vom G Suite-Administrator eingerichtete ID der Cloud Search-Identitätsquelle.

4. Zugriff auf SharePoint On-Premises konfigurieren

Bevor der Connector auf Share Point On-Premises zugreifen und Daten für die Indexierung extrahieren kann, müssen Sie den Zugriff auf den SharePoint-Server konfigurieren. Verwenden Sie die folgenden Parameter, um der Konfigurationsdatei Zugriffsinformationen hinzuzufügen.

Einstellung Parameter
Vollständig qualifizierter Domainname für den SharePoint-Server sharepoint.server=http://yoursharepoint.example.com/

Pflichtangabe. Wenn der Domainname nicht vollständig qualifiziert ist, müssen Sie die DNS-Überschreibung auf dem Connectorhost aktivieren.

SharePoint-Nutzername sharepoint.username=YOURDOMAIN\\ConnectorUser

Pflichtangabe, wenn der Connector unter Linux oder auf einem Windows-Computer ausgeführt wird, der nicht Teil der SharePoint Server-AD-Domain ist.

SharePoint-Passwort sharepoint.password=user_password

Pflichtangabe, wenn der Connector unter Linux oder auf einem Windows-Computer ausgeführt wird, der nicht Teil der SharePoint Server-AD-Domain ist.

SharePoint-Verbindung mithilfe von Live Authentifizierung sharepoint.username=AdaptorUser Live Authentication Id

sharepoint.password uS3R_passWoRD

sharepoint.formsAuthenticationMode=LIVE

SharePoint-Verbindung mithilfe von ADFS-Authentifizierung sharepoint.username=AdaptorUser@yourdomain.com

sharepoint.password=uS3R_passWoRD

sharepoint.sts.endpoint=https://adfs.example.com/adfs/services/trust/2005/usernamemixed

sharepoint.sts.realm=urn:myserver:sharepoint oder https://yoursharepoint.example.com/_trust

sharepoint.formsAuthenticationMode=ADFS

5. SharePoint als vertrauenswürdigen Host hinzufügen

Wenn SharePoint für die Verwendung von HTTPS konfiguriert ist, rufen Sie ein SharePoint-Zertifikat ab, um es als vertrauenswürdigen Host für den Connector hinzuzufügen. Gehen Sie dazu so vor:

  • Gehen Sie in einem Browser zu SharePoint. Ihnen wird eine Seite mit einer Warnung angezeigt, z. B. "This Connection is Untrusted" (Dieser Verbindung wird nicht vertraut). Das passiert, weil das Zertifikat selbstsigniert ist und nicht von einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle stammt. Klicken Sie auf I Understand the Risks (Ich kenne das Risiko) und dann auf Add Exception (Ausnahme hinzufügen).
  • Warten Sie, bis die Schaltfläche View… (Anzeigen) angeklickt werden kann und klicken Sie dann darauf.
  • Wechseln Sie in den Tab "Details" (Details) und klicken Sie auf "Export…" (Exportieren).
  • Speichern Sie das Zertifikat unter dem Namen sharepoint.crt im Verzeichnis Ihres Connectors.
  • Klicken Sie auf Close (Schließen) und anschließend auf Cancel (Abbrechen), um die Fenster zu schließen.
  • Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung und geben Sie den folgenden Befehl ein, damit SharePoint für den Connector als vertrauenswürdige Quelle gilt: keytool -importcert -keystore cacerts.jks -storepass changeit -file sharepoint.crt -alias sharepoint

  • Beantworten Sie die Frage "Trust this certificate?" (Diesem Zertifikat vertrauen) mit yes (Ja).

6. Websitesammlungen konfigurieren

Sie können den Connector so konfigurieren, dass ein SharePoint-Server als Websitesammlung indexiert wird.

Einstellung Parameter
Angabe, ob "sharepoint.server" eine Websitesammlung ist und kein virtueller Server sharepoint.siteCollectionOnly=true

Standardmäßig erfolgt eine automatische Erkennung. Wenn Sie "true" verwenden, indexiert der Connector sharepoint.server als Websitesammlung.

7. Logging aktivieren

Fügen Sie im Verzeichnis, in dem die Connector-Binärdatei gespeichert ist, einen Ordner namens logs hinzu. Erstellen Sie dort außerdem eine ASCII- oder UTF-8-Datei namens logging.properties und fügen Sie den folgenden Inhalt ein:

handlers = java.util.logging.ConsoleHandler,java.util.logging.FileHandler
# Default log level
.level = INFO
# uncomment line below to increase logging level for SharePoint APIsa
#com.google.enterprise.cloudsearch.sharepoint.level=FINE

# uncomment line below to increase logging level to enable API trace
#com.google.api.client.http.level = FINE
java.util.logging.ConsoleHandler.level = INFO
java.util.logging.FileHandler.pattern=logs/connector-sharepoint.%g.log
java.util.logging.FileHandler.limit=10485760
java.util.logging.FileHandler.count=10
java.util.logging.FileHandler.formatter=java.util.logging.SimpleFormatter

In Google Cloud Search können Kunden ACL-Beschränkungen auf Suchergebnisse anwenden. Diese ACLs können sowohl mit Hauptkonten (Principals) von Google als auch mit externen definiert werden.

Ein typisches SharePoint On-Premises-Setup umfasst die folgenden drei Hauptkonten:

  • Active Directory-Nutzer
  • Active Directory-Gruppen
  • Lokale SharePoint-Gruppen (mit Active Directory-Nutzern und -Gruppen als Mitglieder)

Um geeignete Sicherheitsbeschränkungen für SharePoint-Inhalte anzuwenden, müssen Sie diese externen Identitäten auch mit Google synchronisieren.

  • Synchronisieren Sie Active Directory-Nutzer und -Gruppen mithilfe des Tools Google Cloud Directory Sync. Es unterstützt auch Gruppen, denen eine Identität zugeordnet ist.
  • Verwenden Sie den SharePoint-Identitätsconnector, um lokale SharePoint-Gruppen zu synchronisieren.

Für solch ein Setup brauchen Sie zwei Identitätsquellen:

  • Eine zum Synchronisieren von Active Directory-Nutzern und -Gruppen
  • Eine für lokale SharePoint-Gruppen
Einstellung Parameter
ID der Identitätsquelle api.identitySourceId=1234567890abcdef

ID der Identitätsquelle für die Synchronisierung lokaler SharePoint-Gruppen. Pflichtangabe. Die ID der vom G Suite-Administrator eingerichtete Google Cloud Search-Quelle. Weitere Informationen finden Sie im Artikel Datenquelle für die Suche hinzufügen.

Verwendete Identitätsquellen api.referenceIdentitySources=CONTOSO,contoso

Liste von Referenz-Identitätsquellen für Active Directory-Hauptkonten. Der Wert sollte mit dem Active Directory-NETBIOS-Namen für Active Directory-Hauptkonten übereinstimmen, auf die verwiesen wird.

IDs der verwendeten Identitätsquellen api.referenceIdentitySource.CONTOSO.id=112233abcd

Pflichtangabe. Identitätsquellen-ID zum Synchronisieren von Active Directory-Hauptkonten für die Domain CONTOSO.

9. Active Directory-Suche konfigurieren

Während bei anderen Connectors Active Directory-Nutzer und -Gruppen über Google Cloud Directory Sync synchronisiert werden, muss beim SharePoint-Connector die Suche in Active Directory erfolgen. Nur so erhalten Sie zusätzliche Informationen zu den synchronisierenden Hauptkonten. Dies ist unter anderem in folgenden Fällen hilfreich:

  • Den Security Identifier (SID) einer Domaingruppe zum entsprechenden sAMAccountName zuordnen
  • sAMAccountName eines Nutzers zu einer E-Mail-Adresse für Mitglieder lokaler SharePoint-Gruppen zuordnen
Einstellung Parameter
Active Directory-Host adLookup.host=dc.contoso.com

Pflichtangabe. Active Directory-Hostname oder -IP-Adresse.

Port für Active Directory-Suche adLookup.port=389

Optional. Standardmäßig wird der Port 389 verwendet. Für SSL nutzen Sie bitte 686.

Methode bei der Active Directory-Suche adLookup.method=standard

Optional. Voreingestellt ist "standard". Verwenden Sie "ssl" für eine sichere Verbindung.

Nutzer für die Active Directory-Suche adLookup.username=CONTOSO\user1

Pflichtangabe. Nutzer, der Active Directory-Suchanfragen ausführen darf.

Passwort für die Active Directory-Suche adLookup.passowrd=password123

Pflichtangabe. Passwort für den unter adLookup.user angegebenen Nutzer.

10. Für SharePoint-Listenelemente die Unterstützung strukturierter Daten und die Generierung von HTML-Inhalt konfigurieren

Wenn Sie zusätzliche Metadaten für SharePoint-Listenelemente indexieren möchten, müssen Sie den Connector so konfigurieren, dass strukturierte Daten unterstützt werden und HTML-Inhalt generiert werden kann.

HTML-Inhalt generieren

Verwenden Sie die Parameter in der folgenden Tabelle, um die Generierung von HTML-Inhalten zu konfigurieren. Informationen zu optionalen Parametern hierfür finden Sie im Abschnitt zum Erstellen von HTML-Inhalten.

Einstellung Parameter
Titelfeld für HTML-Vorlage contentTemplate.sharePointItem.title=Title

SharePoint-Feld, das als "Titel" für generierten HTML-Inhalt verwendet werden soll.

Felder, die im HTML-Inhalt eine hohe Suchqualität haben sollen contentTemplate.sharePointItem.quality.high=highField1,highField2…

Felder, die in generierten HTML-Inhalt als Felder hoher Qualität aufgenommen werden sollen. Übereinstimmungen mit Suchbegriffen in diesen Feldern werden höher gewertet.

Felder, die im HTML-Inhalt eine mittlere Suchqualität haben sollen contentTemplate.sharePointItem.quality.medium=mediumField1, mediumField2…

Felder, die in generierten HTML-Inhalt als Felder mittlerer Qualität aufgenommen werden sollen

Felder, die im HTML-Inhalt eine niedrige Suchqualität haben sollen contentTemplate.sharePointItem.quality.low=lowField1, lowField2…

Felder, die in generierten HTML-Inhalt als Felder niedrigerer Qualität aufgenommen werden sollen

Nicht zugeordnete Spalten im HTML-Inhalt contentTemplate.sharepointItem.unmappedColumnsMode=IGNORE

Standardmäßig wird die Einstellung "ignore" verwendet. Der Connector generiert nur aus zugeordneten Spalten HTML-Inhalt. Wenn auch Felder, die nicht in die Kategorien hohe, mittlere oder niedrige Qualität fallen, in den generierten HTML-Inhalt aufgenommen werden sollen, legen Sie den Parameterwert auf APPEND fest.

Unterstützung für strukturierte Daten

Ist das Schema für die Datenquelle entsprechend den folgenden Richtlinien definiert, befüllt der Connector SharePoint-Listenelemente mit strukturierten Daten:

  • Der Connector ordnet die Namen der SharePoint-Inhaltstypen den entsprechenden Objektdefinitionen zu, indem er sie wie von der Cloud Search API angegeben normalisiert. Die Cloud Search API unterstützt nur A–Z, a–z und 0–9 als Zeichen für Objektdefinitionen. Der Connector normalisiert die Namen von Inhaltstypen, indem er nicht unterstützte Zeichen ausschließt.

Beispielsweise wird der Inhaltstyp "Announcements" (Ankündigungen) der Objektdefinition "Announcements" zugeordnet, während der Inhaltstyp "News Article" (Zeitungsartikel) der Objektdefinition "NewsArticle" zugeordnet wird.

  • Der Connector ordnet SharePoint-Attributnamen den Attributdefinitionen zu, indem er die Anzeigenamen für SharePoint-Spalten normalisiert.

Beispiel für eine Konfigurationsdatei

Hier sehen Sie die Parameter (Schlüssel/Wert-Paare), die das Verhalten eines Beispielconnectors definieren.

api.sourceId=08ef8becd116faa4546b8ca2c84b2879
api.serviceAccountPrivateKeyFile=service_account.json
api.identitySourceId=08ef8becd116faa475de26d9b291fed9

# Optional
contentTemplate.sharepointItem.title=Title
contentTemplate.sharepointItem.unmappedColumnsMode=APPEND

sharepoint.server=http://sp-2016:32967/sites/doc-center-site-collection
sharepoint.siteCollectionOnly=true
sharepoint.username=contoso\\admin
sharepoint.password=pa$sw0rd
sharepoint.stripDomainInUserPrincipals=true

adLookup.host=dc.contoso.com
adLookup.port=389
adLookup.username=contoso\\admin
adLookup.password=pa$sw0rd

api.referenceIdentitySources=CONTOSO,contoso
api.referenceIdentitySource.contoso.id=08ef8becd116faa5d3783f8c5a80e5aa
api.referenceIdentitySource.CONTOSO.id=08ef8becd116faa5d3783f8c5a80e5aa

SharePoint-On-Premises-Identitätsconnector ausführen

Damit Nutzern für SharePoint-Inhalte, auf die sie Zugriff haben, Ergebnisse in Cloud Search angezeigt werden, müssen Sie die Hauptkonten aus dem lokalen Active Directory und der SharePoint-Websitesammlung zuerst Identitäten in Google Cloud Identity zuordnen. Diese Synchronisierung erfolgt mithilfe von Google Cloud Directory Sync (GCDS) und des SharePoint On-Premises-Identitätsconnectors. Informationen zur Verwendung von GCDS finden Sie in diesem Hilfeartikel. Weitere Informationen zur Aktivierung von Gruppen mit zugeordneter Identität finden Sie im Hilfeartikel Gruppen mit einer Cloud Search-Identitätsquelle synchronisieren.

Sobald die Nutzer und Gruppen in Active Directory synchronisiert wurden, führen Sie den SharePoint On-Premises-Identitätsconnector wie weiter unten erläutert aus, um die SharePoint-Websitesammlungsgruppen zu synchronisieren.

Der Identitätsconnector verwendet eine Konfigurationsdatei, die der zum Indexieren von Inhalt genutzten ähnelt. Hier sehen Sie eine Beispielkonfiguration für den Identitätsconnector:

api.customerId=C05d3djk8
api.serviceAccountPrivateKeyFile=service_account.json
api.identitySourceId=08ef8becd116faa475de26d9b291fed9

sharepoint.server=http://sp-2016:32967/sites/doc-center-site-collection
sharepoint.siteCollectionOnly=true
sharepoint.username=contoso\\admin
sharepoint.password=pa$sw0rd
sharepoint.stripDomainInUserPrincipals=true

adLookup.host=dc.contoso.com
adLookup.port=389
adLookup.username=contoso\\admin
adLookup.password=pa$sw0rd

api.referenceIdentitySources=CONTOSO,contoso
api.referenceIdentitySource.contoso.id=08ef8becd116faa5d3783f8c5a80e5aa
api.referenceIdentitySource.CONTOSO.id=08ef8becd116faa5d3783f8c5a80e5aa

Diese Datei enthält das Attribut api.customerId, in dem die ID Ihres G Suite-Kontos angegeben ist. Weitere Informationen zum Erstellen von customerID finden Sie im Hilfeartikel Nutzeridentitäten in Cloud Search zuordnen.

Die JAR-Datei, die für die Indexierung von Inhalten verwendet wird, enthält auch den Identitätsconnector. Führen Sie ihn im Verzeichnis der Konfigurationsdatei mit folgendem Befehl aus:

java -Djava.util.logging.config.file=logging.properties -cp "google-cloudsearch-sharepoint-connector-v<version>-withlib.jar" com.google.enterprise.cloudsearch.sharepoint.SharePointIdentityConnector

SharePoint On-Premises-Connector ausführen

Führen Sie den Connector mithilfe des Befehls cmd.exe auf dem Hostcomputer aus:

java -Djava.util.logging.config.file=logging.properties -jar google-cloudsearch-sharepoint-connector-v<version>-withlib.jar

Wenn Sie den Connector auch für HTTPS-gesicherte SharePoint-Websites ausführen möchten, fügen Sie SharePoint wie oben beschrieben als vertrauenswürdigen Host hinzu.

java -Djavax.net.ssl.trustStore=cacerts.jks -Djavax.net.ssl.trustStoreType=jks -Djavax.net.ssl.trustStorePassword=changeit -Djava.util.logging.config.file=logging.properties -jar google-cloudsearch-sharepoint-connector-v<version>-withlib.jar

Weiterführende Informationen

Die Informationen in diesem Abschnitt gehen über die grundlegende Konfiguration des SharePoint-Connectors hinaus.

Mehrinstanzenfähige Konfigurationen

Bei mehrinstanzenfähigen SharePoint-Deployments werden mehrere Kundenwebsites üblicherweise unter einer Webanwendung gehostet. Kunden erhalten nur Berechtigungen für ihre jeweiligen Websitesammlungen. In diesem Fall ist es nicht möglich, den für den SharePoint On-Premises-Connector erforderlichem vollständigen Lesezugriff auf SharePoint-Webanwendungen zu erhalten.

Mehrinstanzenfähige Konfigurationen werden im Modus "Site Collection Only" (Nur Websitesammlung) unterstützt. Diesen aktivieren Sie, indem Sie in der Konfigurationsdatei connector-config.properties die Konfigurationsoption sharepoint.siteCollectionOnly verwenden.

Soll im Modus "Site Collection Only" (Nur Websitesammlung) eine Websitesammlung auf der Ebene des Stammverzeichnisses indexiert werden, müssen Sie für sharepoint.siteCollectionOnly den Wert "true" verwenden.

Der Connector indexiert eine Websitesammlung und deren untergeordnete Elemente. Aus diesem Grund benötigt das SharePoint-Nutzerkonto des Connectors Administratorberechtigungen für Websitesammlungen.

Wenn in einer mehrinstanzenfähigen Umgebung mehrere Websitesammlungen indexiert werden sollen, müssen sie für jede eine eigene Connectorinstanz konfigurieren.

So konfigurieren Sie den SharePoint On-Premises-Connector im Modus "Site Collection Only" (Nur Websitesammlung):

  • Geben Sie sharepoint.server als URL der Websitesammlung an, z. B. http://sharepoint.example.com/sites/sitecollection.

  • Wenn Sie möchten, dass die URL der Websitesammlung auf Ebene des Stammverzeichnisses (http://sharepoint.example.com) auch die URL der Websitesammlung ist, sollten Sie Folgendes festlegen: sharepoint.siteCollectionOnly=true

Nicht kanonische URLs im Modus "Site Collection Only"

Im Modus "Site Collection Only" (Nur Websitesammlung) sind auch nicht kanonische URLs zulässig. Das heißt, die Connector-URL in der Konfigurationsoption sharepoint.server der Datei connector-config.properties muss nicht dieselbe Groß- und Kleinschreibung haben wie in SharePoint.

Inhaltstyp für MSG-Dateien aus Microsoft Outlook überschreiben

Wenn der Connector bei der Suche nach Inhalten auf Outlook-Dateien im Format .msg stößt, wird der Inhaltstyp dieser Dateien überschrieben und sie werden als application/vnd.ms-outlook indexiert.