CSV-Connector bereitstellen

Dieser Leitfaden richtet sich an Administratoren, die mit dem Google Cloud Search-Connector für kommagetrennte Werte (comma-separated values, CSV) arbeiten und für das Herunterladen, Konfigurieren, Ausführen und Überwachen zuständig ist.

In diesem Artikel erhalten Sie Anleitungen zu Hauptaufgaben im Zusammenhang mit dem Deployment eines CSV-Connectors:

  • Software für den Google Cloud Search-CSV-Connector herunterladen
  • Connector für die Verwendung mit einer bestimmten CSV-Datenquelle konfigurieren
  • Connector bereitstellen und ausführen

Um die Konzepte in diesem Dokument zu verstehen, sollten Sie mit den Grundlagen der G Suite, mit CSV-Dateien und Zugriffssteuerungslisten (Access Control Lists, ACLs) vertraut sein.

Übersicht über den Google Cloud Search-CSV-Connector

Der CSV-Connector von Cloud Search funktioniert mit jeder CSV-Datei, d. h. mit jeder Textdatei mit Trennzeichen, in der Kommas dazu verwendet werden, Werte voneinander zu trennen. In einer CSV-Datei werden tabellarische Daten gespeichert. Jede Zeile der Datei ist dabei ein Datensatz.

Mit dem Google Cloud Search-CSV-Connector werden einzelne Zeilen aus der CSV-Datei abgerufen und mithilfe der Indexing API von Cloud Search indexiert. Anschließend können sie über die Clients oder die Query API von Cloud Search gesucht werden. Der CSV-Connector unterstützt auch die Steuerung des Nutzerzugriffs auf Inhalte in den Suchergebnissen. Dafür werden ACLs verwendet.

Der Google Cloud Search-CSV-Connector kann unter Linux oder Windows installiert werden. Damit er bereitgestellt werden kann, sind die folgenden Komponenten erforderlich:

  • Java JRE 1.8, installiert auf einem Computer, auf dem der Google Cloud Search-CSV-Connector ausgeführt werden soll
  • Informationen zur G Suite, die benötigt werden, um Verbindungen zwischen Google Cloud Search und der Datenquelle herstellen zu können:

    In der Regel erhalten Sie diese Anmeldedaten vom G Suite-Administrator der Domain.

Deployment

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um den Google Cloud Search-CSV-Connector bereitzustellen:

  1. Die CSV-Connector-Software von Google Cloud Search installieren
  2. Die Konfiguration des CSV-Connectors festlegen
  3. Den Zugriff auf die Datenquelle für Google Cloud Search konfigurieren
  4. Den CSV-Dateizugriff konfigurieren
  5. Die zu indexierenden Spaltennamen, Spalten mit eindeutigem Schlüssel und Datum/Uhrzeit-Spalten festlegen
  6. Spalten angeben, die für anklickbare URLs im Suchergebnis verwendet werden
  7. Metadateninformationen, Spaltenformate und Suchqualität angeben
  8. Datendurchlauf planen
  9. Optionen für ACLs angeben

1. Die CSV-Connector-Software von Google Cloud Search installieren

In folgender Datei wird die Installationssoftware für den Connector von Google bereitgestellt:

google-cloudsearch-csv-connector-v1-0.0.2.zip

Laden Sie den CSV-Connector herunter und entpacken Sie die Datei. Speichern Sie ihn dann in einem lokalen Arbeitsverzeichnis, in dem er später ausgeführt werden soll. In diesem Verzeichnis können auch alle relevanten Dateien enthalten sein, die für die Ausführung benötigt werden, einschließlich der Konfigurationsdatei und der Datei mit dem Dienstkontoschlüssel.

2. Die Konfiguration des CSV-Connectors festlegen

Als Administrator für einen Connector können Sie das Verhalten eines CSV-Connectors und dessen Attribute steuern, die die Parameter in seiner Konfigurationsdatei bestimmen. Zu den konfigurierbaren Parametern gehören:

  • Zugriff auf eine Datenquelle
  • Speicherort der CSV-Datei
  • CSV-Spaltendefinitionen
  • Spalte(n), die eine eindeutige ID definieren
  • Durchlaufoptionen
  • ACL-Optionen zum Einschränken des Datenzugriffs

Damit vom Connector auf eine CSV-Datei zugegriffen und der relevante Inhalt indexiert werden kann, müssen Sie zuerst seine Konfigurationsdatei erstellen.

So erstellen Sie eine Konfigurationsdatei:

  1. Öffnen Sie einen Texteditor Ihrer Wahl und benennen Sie die Konfigurationsdatei.
    Fügen Sie dem Dateiinhalt key=value-Paare (Schlüssel/Wert-Paare) hinzu, wie in den folgenden Abschnitten beschrieben.
  2. Benennen und speichern Sie die Konfigurationsdatei.
    Google empfiehlt, dass Sie die Konfigurationsdatei connector-config.properties nennen, sodass zum Ausführen des Connectors keine zusätzlichen Kommandozeilenparameter erforderlich sind.

Da Sie den Konfigurationsdateipfad in der Kommandozeile angeben können, ist kein Standarddateipfad erforderlich. Behalten Sie die Konfigurationsdatei im selben Verzeichnis wie den Connector, um seine Nachverfolgung und Ausführung zu vereinfachen.

Sorgen Sie dafür, dass die Konfigurationsdatei vom Connector erkannt wird, indem Sie den Pfad in der Kommandozeile angeben. Andernfalls wird vom Connector in Ihrem lokalen Verzeichnis connector-config.properties als Standarddateiname verwendet. Informationen dazu, wie der Konfigurationspfad in der Kommandozeile angegeben wird, finden Sie unten im Abschnitt "Den Cloud Search-CSV-Connector ausführen".

3. Den Zugriff auf die Datenquelle für Google Cloud Search konfigurieren

Die ersten Parameter, die in jeder Konfigurationsdatei angegeben werden müssen, sind diejenigen, die für den Zugriff auf die Datenquelle für Cloud Search erforderlich sind (siehe folgende Tabelle). Normalerweise benötigen Sie die Datenquellen-ID, die Dienstkonto-ID und den Pfad zur privaten Schlüsseldatei des Dienstkontos, um den Zugriff des Connectors auf Cloud Search zu konfigurieren. Informationen zu den zum Einrichten einer Datenquelle erforderlichen Schritten finden Sie unter Integration von Drittanbietern

Einstellung Parameter
Datenquellen-ID api.sourceId=1234567890abcdef

Pflichtangabe. Die vom G Suite-Administrator eingerichtete Quellen-ID für Google Cloud Search, wie unter Integration von Drittanbietern beschrieben

Pfad zur Datei mit dem privaten Schlüssel für das Dienstkonto api.serviceAccountPrivateKeyFile=./PrivateKey.json

Pflichtangabe. Die Schlüsseldatei des Dienstkontos von Google Cloud Search für den Zugriff des CSV-Connectors auf Google Cloud Search

ID der Identitätsquelle api.identitySourceId=x0987654321

Erforderlich, wenn externe Nutzer und Gruppen verwendet werden. Die vom G Suite-Administrator eingerichtete Identitätsquellen-ID von Cloud Search

4. Den CSV-Dateizugriff konfigurieren

Bevor eine CSV-Datei vom Connector durchlaufen und zur Indexierung Daten daraus abgerufen werden können, müssen Sie den Pfad zur Datei angeben. Verwenden Sie den folgenden Parameter, um der Konfigurationsdatei Zugriffsinformationen hinzuzufügen.

Einstellung Parameter
Pfad zur CSV-Datei csv.filePath=./movie_content.csv

Pflichtangabe. Der Pfad zur CSV-Datei, auf die zugegriffen und aus der Inhalt zur Indexierung abgerufen werden soll

5. Die zu indexierenden Spaltennamen, Spalten mit eindeutigem Schlüssel und Datum/Uhrzeit-Spalten festlegen

Der Vorteil der Indexierung von CSV-Dateien in Cloud Search besteht darin, dass sie suchbar gemacht werden können. Damit über den Connector Zugriff auf CSV-Dateien besteht und sich diese indexieren lassen, müssen Sie in der Konfigurationsdatei Informationen zu Spaltendefinitionen angeben. Wenn die Konfigurationsdatei nicht die Parameter enthält, die die zu indexierenden Spaltennamen, Spalten mit einem eindeutigen Schlüssel sowie Datum/Uhrzeit-Spalten festlegen, werden Standardwerte verwendet. In der folgenden Tabelle sehen Sie diese Parameter:

Einstellung Parameter
Zu indexierende Spalten csv.csvColumns=movieId,movieTitle,description,actors,releaseDate,year,userratings...

Die zu indexierenden Spaltennamen aus der CSV-Datei. Wenn csv.csvColumns nicht festgelegt ist, wird die erste Zeile der CSV-Datei als Kopfzeile verwendet. Wenn csv.csvColumns festgelegt ist, hat es Vorrang vor der ersten Zeile der CSV-Datei. Wenn Sie csv.csvColumns festgelegt haben und die erste Zeile der CSV-Datei eine Liste mit Spaltennamen ist, müssen Sie csv.skipHeaderRecord=true festlegen, um zu vermeiden, dass versucht wird, die erste Zeile als Daten zu indexieren. Standardwerte sind die Spalten in der Kopfzeile der Datei.

Spalten mit eindeutigem Schlüssel csv.uniqueKeyColumns=movieId

Die CSV-Spalte oder -Spalten, deren Werte verwendet werden, um die eindeutige ID jedes Eintrags zu generieren. Wenn nicht angegeben, sollte der Hash des CSV-Eintrags als eindeutiger Schlüssel verwendet werden. Der Standardwert ist der Hashcode des Eintrags.

Datum/Uhrzeit-Spalten csv.dateTimeColumns=releaseDate

Die Spaltennamen in der CSV-Datei, die einen Datum/Uhrzeit-Wert haben. Der Standardwert ist eine leere Liste.

6. Spalten angeben, die für anklickbare URLs im Suchergebnis verwendet werden

Wenn ein Nutzer mithilfe von Google Cloud Search sucht, erhält er seine Antwort über eine Trefferliste mit anklickbaren URLs für jeden Treffer. Damit diese Funktion aktiviert wird, müssen Sie der Konfigurationsdatei den Parameter hinzufügen, der in folgender Tabelle angezeigt wird.

Einstellung Parameter
URL-Format für Suchergebnisse url.format=https://mymoviesite.com/movies/{0}

Pflichtangabe. Das Format, in dem eine URL für CSV-Inhalte dargestellt wird.

URL-Parameter für Suchergebnisse url.columns=movieId

Pflichtangabe. Die CSV-Spaltennamen, deren Werte zum Generieren der Eintrags-URL verwendet werden.

Zu codierende URL-Parameter für Suchergebnisse url.columnsToEscape=movieId

Optional: Die CSV-Spaltennamen, deren Werte in der URL codiert werden, damit eine gültige URL angezeigt wird.

7. Metadateninformationen, Spaltenformate und Suchqualität angeben

Sie können der Konfigurationsdatei Parameter hinzufügen, mit denen Folgendes angeben wird:

Konfigurationsparameter für Metadaten

Konfigurationsparameter für Metadaten beschreiben die CSV-Spalten, die zum Auffüllen von Metadaten eines Elements verwendet werden. Wenn die Konfigurationsdatei diese Parameter nicht enthält, werden Standardwerte verwendet. In der folgenden Tabelle sehen Sie diese Parameter:

Einstellung Parameter
Titel itemMetadata.title.field=movieTitle
itemMetadata.title.defaultValue=Gone with the Wind
Das Metadatenattribut, das den Wert enthält, der dem Dokumenttitel entspricht. Der Standardwert ist ein leerer String.
Zeitstempel "Erstellt um" itemMetadata.createTime.field=releaseDate
itemMetadata.createTime.defaultValue=1940-01-17
Das Metadatenattribut, das den Wert für den Zeitstempel der Erstellung des Dokuments enthält.
Zeitpunkt der letzten Aktualisierung itemMetadata.updatetime.field=releaseDate
itemMetadata.updatetime.defaultValue=1940-01-17
Das Metadatenattribut, das den Wert für den Zeitstempel der letzten Änderung des Dokuments enthält.
Dokumentsprache itemMetadata.contentLanguage.field=languageCode
itemMetadata.contentLanguage.defaultValue=en-US
Die Inhaltssprache für indexierte Dokumente.
Schema-Objekttyp itemMetadata.objectType=movie
Der Objekttyp, der vom Connector verwendet wird, wie in Schema erstellen und registrieren beschrieben. Wenn diese Eigenschaft nicht festgelegt ist, werden strukturierte Daten nicht vom Connector indexiert.

Hinweis: Diese Konfigurationseigenschaft bezieht sich auf einen Wert, nicht auf ein Metadatenattribut. Die Suffixe .field und .defaultValue werden nicht unterstützt.

Datum/Uhrzeit-Formate

Die in Metadatenattributen erwarteten Formate werden in Datum/Uhrzeit-Formaten angegeben. Wenn dieser Parameter nicht in der Konfigurationsdatei enthalten ist, werden Standardwerte verwendet. In der folgenden Tabelle sehen Sie diese Parameter:

Einstellung Parameter
Zusätzliche Datum/Uhrzeit-Formate structuredData.dateTimePatterns=MM/dd/uuuu HH:mm:ssXXX
Eine durch Semikolons getrennte Liste zusätzlicher java.time.format.DateTimeFormatter-Muster. Diese werden verwendet, wenn Werte von Strings für Datums- oder Datum/Uhrzeit-Felder in den Metadaten oder im Schema geparst werden. Der Standardwert ist eine leere Liste. Die Formate RFC 3339 und RFC 1123 werden jedoch immer unterstützt.

Spaltenformate

Mit Spaltenformaten werden Informationen zu Spalten angegeben, die Teil des suchbaren Inhalts sein sollen. Wenn die Konfigurationsdatei diese Parameter nicht enthält, werden Standardwerte verwendet. In der folgenden Tabelle sehen Sie diese Parameter:

Einstellung Parameter
Kopfzeile überspringen csv.skipHeaderRecord=true

Boolescher Wert. Die Kopfzeile (erste Zeile) einer CSV-Datei wird ignoriert. Wenn Sie csv.csvColumns festgelegt haben und die CSV-Datei eine Kopfzeile hat, müssen Sie skipHeaderRecord=true festlegen. Dadurch wird verhindert, dass die Inhalte der ersten Zeile in der Datei als Daten indexiert werden. Wenn die CSV-Datei keine Kopfzeile hat, legen Sie skipHeaderRecord=false fest. Der Standardwert ist "false".

Spalten mit mehreren Werten csv.multiValueColumns=genre,actors

Die Namen der Spalten in der CSV-Datei, die mehrere Werte enthalten. Der Standardwert ist ein leerer String.

Trennzeichen für Spalten mit mehreren Werten csv.multiValue.genre=;

Das Trennzeichen für Spalten mit mehreren Werten. Das Standardtrennzeichen ist ein Komma.

Suchqualität

Der CSV-Connector von Cloud Search erlaubt automatische HTML-Formatierung von Datenfeldern. Die Datenfelder werden dazu zu Beginn der Ausführung vom Connector festgelegt. Danach wird mit einer Inhaltsvorlage jeder Datensatz formatiert, bevor er in Cloud Search hochgeladen wird.

In der Inhaltsvorlage wird die Wichtigkeit jedes Feldwerts für die Suche bestimmt. Das Titelfeld ist eine Pflichtangabe und als höchste Priorität definiert. Für alle anderen Inhaltsfelder können Sie die Wichtigkeitsstufen hoch, mittel oder niedrig für die Suchqualität festlegen. Jedes Inhaltsfeld, das nicht in einer bestimmten Kategorie definiert ist, hat standardmäßig eine niedrige Priorität. In der folgenden Tabelle sehen Sie diese Parameter:

Einstellung Parameter
Titel des Inhalts contentTemplate.csv.title=movieTitle

Der Titel des Inhalts ist das Feld mit der höchsten Suchqualität.

Hohe Suchqualität für Inhaltsfelder contentTemplate.csv.quality.high=actors

Inhaltsfelder mit einem hohen Wert für die Suchqualität. Der Standardwert ist ein leerer String.

Geringe Suchqualität für Inhaltsfelder contentTemplate.csv.quality.low=

Inhaltsfelder mit einem niedrigen Wert für die Suchqualität. Der Standardwert ist ein leerer String.

Mittlere Suchqualität für Inhaltsfelder contentTemplate.csv.quality.medium=description

Inhaltsfelder mit einem mittleren Wert für die Suchqualität. Der Standardwert ist ein leerer String.

Nicht festgelegte Inhaltsfelder contentTemplate.csv.unmappedColumnsMode=IGNORE

Die Vorgehensweise des Connectors bei nicht festgelegten Inhaltsfeldern. Gültige Werte sind:

  • APPEND: Fügt der Vorlage nicht spezifizierte Inhaltsfelder hinzu
  • IGNORE: Nicht spezifizierte Inhaltsfelder werden ignoriert

    Der Standardwert ist APPEND.

8. Datendurchlauf planen

Der Durchlauf ist der Prozess des Connectors, bei dem Inhalte aus der Datenquelle ermittelt werden, hier in einer CSV-Datei. Während der CSV-Connector ausgeführt wird, werden die Zeilen einer CSV-Datei durchsucht und jede Zeile wird über die Indexing API für Cloud Search indexiert.

Bei einem Durchlauf mit vollständiger Indexierung (Full Traversal) werden alle Spalten in der Datei indexiert. Bei einem Durchlauf mit Teilindexierung (Incremental/List Traversal) werden nur die Spalten indexiert, die seit dem letzten Durchlauf hinzugefügt oder geändert wurden. Von einem CSV-Connector werden nur Durchläufe mit vollständiger Indexierung ausgeführt, keine mit Teilindexierung.

Die Planungsparameter bestimmen, wie viel Zeit zwischen den einzelnen Connectordurchläufen vergeht. Wenn in der Konfigurationsdatei keine Planungsparameter enthalten sind, werden Standardwerte verwendet. In der folgenden Tabelle sehen Sie diese Parameter:

Einstellung Parameter
Durchlauf mit vollständiger Indexierung nach Intervall schedule.traversalIntervalSecs=7200

Nach einem angegebenen Intervall wird ein Connectordurchlauf mit vollständiger Indexierung durchgeführt. Geben Sie das Intervall zwischen den Durchläufen in Sekunden an. Der Standardwert ist 86400 (Anzahl der Sekunden eines Tags).

Durchlauf mit vollständiger Indexierung beim Start des Connectors schedule.performTraversalOnStart=false

Beim Start des Connectors wird ein Durchlauf mit vollständiger Indexierung durchgeführt, anstatt auf das Ablaufen des ersten Intervalls zu warten. Der Standardwert lautet true.

9. Optionen für ACLs angeben

Google Cloud Search CSV-Connectors unterstützen Berechtigungen über ACLs, um den Zugriff über Suchergebnisse auf Inhalte in einer CSV-Datei zu steuern. Es stehen mehrere ACL-Optionen zur Verfügung, mit denen Sie den Nutzerzugriff auf indexierte Datensätze verhindern können.

Wenn Ihrem Dokument individuelle ACL-Informationen zugeordnet sind, laden Sie alle ACL-Informationen hoch, um den Dokumentzugriff in Cloud Search zu steuern. Wenn Ihr Repository nur zum Teil oder gar keine ACL-Informationen enthält, können Sie in den folgenden Parametern Standard-ACL-Informationen angeben, die dem Connector vom SDK zur Verfügung gestellt werden.

In der Konfigurationsdatei müssen Standard-ACLs für den Connector aktiviert sein. Wenn Sie diese aktivieren möchten, setzen Sie defaultAcl.mode auf einen anderen Modus als none und konfigurieren Sie ihn mit defaultAcl.*

Einstellung Parameter
ACL-Modus defaultAcl.mode=fallback

Pflichtangabe. Für CSV-Connectors wird die Standard-ACL-Funktionalität benötigt. Nur der Fallback-Modus wird vom Connector unterstützt.

Standard-ACL-Name defaultAcl.name=VIRTUAL_CONTAINER_FOR_CONNECTOR_1

Optional: Ermöglicht das Überschreiben des Namens des virtuellen Containers, der vom Connector zum Einrichten von Standard-ACLs verwendet wird. Der Standardwert ist "DEFAULT_ACL_VIRTUAL_CONTAINER". Sie können diesen Wert überschreiben, wenn Inhalte von mehreren Connectors in derselben Datenquelle indexiert werden.

Standardmäßige öffentliche ACL defaultAcl.public=true

Die Standard-ACL, die für das gesamte Repository verwendet wird, ist auf Leserechte für jeden innerhalb der Domain festgelegt. Der Standardwert ist false.

Allgemeine ACL für Gruppen mit Leseberechtigung defaultAcl.readers.groups=google:group1, group2
Allgemeine ACL für Nutzer mit Leseberechtigung defaultAcl.readers.users=user1, user2, google:user3
Allgemeine ACL für Gruppen ohne Leseberechtigung defaultAcl.denied.groups=group3
Allgemeine ACL für Nutzer ohne Leseberechtigung defaultAcl.denied.users=user4, user5
Zugriff auf gesamte Domain Wenn Sie festlegen möchten, dass jeder indexierte Datensatz für jeden Nutzer in der Domain öffentlich zugänglich sein soll, legen Sie für beide der folgenden Optionen die folgenden Werte fest:
  • defaultAcl.mode=fallback
  • defaultAcl.public=true
Allgemein festgelegte ACL Wenn Sie eine ACL für jeden Datensatz des Datenrepositorys angeben möchten, legen Sie alle folgenden Parameterwerte fest:
  • defaultAcl.mode=fallback
  • defaultAcl.public=false
  • defaultAcl.readers.groups=google:group1, group2
  • defaultAcl.readers.users=user1, user2, google:user3
  • defaultAcl.denied.groups=group3
  • defaultAcl.denied.users=user4, user5

    Es wird angenommen, dass alle angegebenen Nutzer und alle Gruppen lokal definierte Nutzer/Gruppen sind, sofern nicht das Präfix "google:" (Literalkonstante) verwendet wurde.

    Der Standardnutzer oder die Standardgruppe ist ein leerer String. Geben Sie nur Nutzer- und Gruppenoptionen an, wenn defaultAcl.public auf false festgelegt wurde. Verwenden Sie eine durch Kommas getrennte Liste, um mehrere Gruppen und Nutzer aufzulisten.

    Wenn defaultAcl.mode auf none festgelegt ist, können Datensätze ohne definierte individuelle ACLs nicht gesucht werden.

Schemadefinition

Mit Cloud Search können Sie sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Inhalte indexieren und bereitstellen. Damit Abfragen von strukturierten Daten für Ihre Daten unterstützt werden, müssen Sie ein Schema für Ihre Datenquelle einrichten.

Anschließend kann mit dem CSV-Connector auf das definierte Schema verwiesen werden, um Indexierungsanforderungen zu erstellen. Dies kann an folgendem Beispiel veranschaulicht werden, in dem in einer CSV-Datei Informationen über Filme enthalten sind.

Nehmen Sie für die CSV-Datei folgenden Beispielinhalt an:

  1. movieId
  2. movieTitle
  3. description
  4. year
  5. releaseDate
  6. actors (mehrere durch Komma (,) getrennte Werte)
  7. genre (mehrere Werte)
  8. ratings

Basierend auf der obigen Datenstruktur können Sie ein Schema für eine Datenquelle definieren, unter dem Sie Daten aus einer CSV-Datei indexieren möchten.

{
  "objectDefinitions": [
    {
      "name": "movie",
      "propertyDefinitions": [
        {
          "name": "actors",
          "isReturnable": true,
          "isRepeatable": true,
          "isFacetable": true,
          "textPropertyOptions": {
            "operatorOptions": {
              "operatorName": "actor"
            }
          }
        },
        {
          "name": "releaseDate",
          "isReturnable": true,
          "isRepeatable": false,
          "isFacetable": false,
          "datePropertyOptions": {
            "operatorOptions": {
              "operatorName": "released",
              "lessThanOperatorName": "releasedbefore",
              "greaterThanOperatorName": "releasedafter"
            }
          }
        },
        {
          "name": "movieTitle",
          "isReturnable": true,
          "isRepeatable": false,
          "isFacetable": false,
          "textPropertyOptions": {
            "retrievalImportance": "HIGHEST",
            "operatorOptions": {
              "operatorName": "title"
            }
          }
        },
        {
          "name": "genre",
          "isReturnable": true,
          "isRepeatable": true,
          "isFacetable": true,
          "enumPropertyOptions": {
            "operatorOptions": {
              "operatorName": "genre"
            },
            "possibleValues": [
              {
                "stringValue": "Action"
              },
              {
                "stringValue": "Documentry"
              },
              {
                "stringValue": "Drama"
              },
              {
                "stringValue": "Crime"
              },
              {
                "stringValue": "Sci-fi"
              }
            ]
          }
        },
        {
          "name": "userRating",
          "isReturnable": true,
          "isRepeatable": false,
          "isFacetable": true,
          "integerPropertyOptions": {
            "orderedRanking": "ASCENDING",
            "maximumValue": "10",
            "operatorOptions": {
              "operatorName": "score",
              "lessThanOperatorName": "scorebelow",
              "greaterThanOperatorName": "scoreabove"
            }
          }
        }
      ]
    }
  ]
}

Beispiel: Konfigurationsdatei

In der folgenden Beispielkonfigurationsdatei sehen Sie die key=value-Parameterpaare, von denen das Verhalten eines Beispielconnectors definiert wird.

# data source access
api.sourceId=1234567890abcd
api.serviceAccountPrivateKeyFile=./PrivateKey.json

# CSV data structure
csv.filePath=./movie_content.csv
csv.csvColumns=movieId,movieTitle,description,releaseYear,genre,actors,ratings,releaseDate
csv.skipHeaderRecord=true
url.format=https://mymoviesite.com/movies/{0}
url.columns=movieId
csv.datetimeFormat.releaseDate=yyyy-mm-dd
csv.multiValueColumns=genre,actors
csv.multiValue.genre=;
contentTemplate.csv.title=movieTitle

# metadata structured data and content
itemMetadata.title.field=movieTitle
itemMetadata.createTime.field=releaseDate
itemMetadata.contentLanguage.defaultValue=en-US
itemMetadata.objectType=movie
contentTemplate.csv.quality.medium=description
contentTemplate.csv.unmappedColumnsMode=IGNORE

#ACLs
defaultAcl.mode=fallback
defaultAcl.public=true

Ausführliche Beschreibungen der einzelnen Parameter finden Sie in der Referenzdokumentation zu Konfigurationsparametern.

Cloud Search-CSV-Connector ausführen

Installieren Sie den Cloud Search CSV-Connector und richten Sie ihn ein.

Geben Sie dann den folgenden Befehl ein, um den Connector über die Kommandozeile auszuführen:

java -Djava.util.logging.config.file=logging.properties -cp google-cloudsearch-csv-connector-v1-0.0.1-withlib.jar com.google.enterprise.cloudsearch.csvconnector.CSVConnector

Optional können Sie den Pfad zur Konfigurationsdatei als -Dconfig=path_to_configfile angeben, wenn vom Connector eine andere Konfigurationsdatei als connector-config.properties verwendet wird.

Standardmäßig sind Connectorprotokolle in der normalen Ausgabe verfügbar. Sie können Protokolle erstellen und in Dateien speichern lassen, indem Sie logging.properties angeben.