Wie strukturierte Daten funktionieren

Bei der Google-Suche finden komplexe Vorgänge statt, um die Inhalte einer Seite zu erkennen. Sie können uns helfen, indem Sie strukturierte Daten in eine Seite aufnehmen und Google so explizite Hinweise zur Bedeutung der Seite geben. Strukturierte Daten sind ein standardisiertes Format, mit dem Sie Informationen zu einer Seite angeben und die Seiteninhalte klassifizieren können. Auf einer Rezeptseite können das beispielsweise Angaben wie Zutaten, Garzeiten und -temperatur oder Kalorien sein.

Mithilfe der im Web gefundenen strukturierten Daten kann Google die Inhalte der Seite verstehen und so auch Informationen über das Web und die Welt im Allgemeinen erfassen. Hier sehen Sie beispielsweise ein Snippet für strukturierte JSON-LD-Daten, das auf der Kontaktseite des Unternehmens Unlimited Ball Bearings angezeigt werden könnte und dessen Kontaktdaten beschreibt:

<script type="application/ld+json">
{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "Organization",
  "url": "http://www.example.com",
  "name": "Unlimited Ball Bearings Corp.",
  "contactPoint": {
    "@type": "ContactPoint",
    "telephone": "+1-401-555-1212",
    "contactType": "Customer service"
  }
}
</script>

Mithilfe von strukturierten Daten werden bei der Google-Suche auch spezielle Suchergebnisfunktionen ermöglicht und die Suchergebnisse optimiert. Beispielsweise kann eine Rezeptseite mit gültigen strukturierten Daten in Form eines grafischen Suchergebnisses erscheinen, wie hier zu sehen:

Suchergebnisfunktion Zugehörige strukturierte Daten (Auszug)
Rich-Suchergebnis für Apfelkuchenrezept 

<html>
  <head>
    <title>Grandma's Holiday Pie</title>
    <script type="application/ld+json">
    {
      "@context": "https://schema.org/",
      "@type": "Recipe",
      "name": "Grandma's Holiday Apple Pie",
      "author": "Elaine Smith",
      "image": "http://images.edge-generalmills.com/56459281-6fe6-4d9d-984f-385c9488d824.jpg",
      "description": "A classic apple pie.",
      "aggregateRating": {
        "@type": "AggregateRating",
        "ratingValue": "4",
        "reviewCount": "276",
        "bestRating": "5",
        "worstRating": "1"
      },
      "prepTime": "PT30M",
      "totalTime": "PT1H",
      "recipeYield": "8",
      "nutrition": {
        "@type": "NutritionInformation",
        "servingSize": "1 medium slice",
        "calories": "230 calories",
        "fatContent": "1 g",
        "carbohydrateContent": "43 g"
      },
      "recipeIngredient": [
        "1 box refrigerated pie crusts, softened as directed on box",
        "6 cups thinly sliced, peeled apples (6 medium)",
        "..."
      ],
      "recipeInstructions": [
        "1...",
        "2..."
       ]
    }
    </script>
  </head>
  <body>
  </body>
</html>

Da jedes einzelne Element des Rezepts durch die strukturierten Daten mit einem Label versehen ist, können Nutzer anhand verschiedener Kriterien wie Zutaten, Kalorienanzahl, Garzeit usw. nach dem Rezept suchen.

Strukturierte Daten werden mithilfe von In-Page-Markup auf der Seite codiert, auf die sich die Informationen beziehen. Aufgabe der strukturierten Daten auf einer Seite ist es, die Inhalte dieser Seite zu beschreiben. Sie sollten keine leeren Seiten nur für strukturierte Daten erstellen und auch keine strukturierten Daten über Informationen hinzufügen, die für den Nutzer nicht sichtbar sind – auch wenn die Informationen selbst korrekt sind. Weitere technische Anforderungen und Qualitätshinweise finden Sie in den allgemeinen Richtlinien für strukturierte Daten.

Format strukturierter Daten

In dieser Dokumentation werden strukturierte Daten im Hinblick auf ihre Relevanz für die Google-Suche beschrieben. Außerdem erfahren Sie, welche Elemente dafür erforderlich, empfohlen oder optional sind. In den meisten strukturierten Daten für die Google-Suche wird schema.org-Terminologie verwendet. Für das Verhalten bei der Google-Suche ist jedoch nicht die schema.org-Dokumentation maßgeblich, sondern die Dokumentation auf developers.google.com. Richten Sie sich daher nach dieser. Attribute oder Objekte, die hier nicht beschrieben sind, werden von der Google-Suche nicht benötigt, auch wenn sie von schema.org als erforderlich gekennzeichnet sind.

Testen Sie Ihre Daten während der Entwicklung mit dem Testtool für strukturierte Daten und nach der Bereitstellung mithilfe der Statusberichte zu Rich-Suchergebnissen. So lässt sich die Qualität Ihrer Seiten überprüfen. Denn nachdem sie bereitgestellt wurden, kann es aufgrund von Problemen mit Vorlagen oder bei der Auslieferung zu Fehlern kommen.

Sie müssen alle erforderlichen Elemente angeben, damit ein Objekt in der Google-Suche mit optimierter Anzeige erscheinen kann. Je mehr empfohlene Funktionen Sie definieren, desto größer ist im Allgemeinen die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Informationen mit optimierter Anzeige in den Suchergebnissen erscheinen können. Allerdings ist es vorzuziehen, eine kleinere Anzahl empfohlener Elemente anzugeben, die dafür aber vollständig und korrekt sind, als zu versuchen, jedes mögliche empfohlene Element aufzunehmen. Dann kann es nämlich passieren, dass die Daten unvollständig, ungültig oder nicht korrekt sind.

Zusätzlich zu den hier dokumentierten Elementen und Objekten kann Google das Element sameAs und weitere strukturierte Daten von schema.org verwenden. Mit einigen dieser Elemente lassen sich eventuell künftige Suchfunktionen aktivieren.

Sofern nicht anders angegeben, werden bei der Google-Suche strukturierte Daten in folgenden Formaten unterstützt:

Format Beschreibung und Platzierung
JSON-LD* (empfohlen) JavaScript-Notation, die in ein <script>-Tag im Seitenkopf oder -text eingebettet ist. Das Markup überlappt sich nicht mit dem für den Nutzer sichtbaren Text. Verschachtelte Datenelemente wie das Land einer Postanschrift (PostalAddress) einer Musikspielstätte (MusicVenue) einer Veranstaltung können daher leichter ausgedrückt werden. Außerdem kann Google JSON-LD-Daten lesen, wenn sie dynamisch in die Inhalte der Seite eingefügt werden, beispielsweise durch JavaScript-Code oder eingebettete Widgets in Ihrem CMS (Content-Management-System).
Mikrodaten Eine HTML-Spezifikation einer offenen Community, die zum Verschachteln strukturierter Daten in HTML-Inhalten verwendet wird. Wie bei RDFa werden die Elemente, die Sie als strukturierte Daten bereitstellen möchten, mithilfe von HTML-Tag-Attributen benannt. Mikrodaten werden normalerweise im Seitentext verwendet, können aber auch in den Kopfbereich eingebettet werden.
RDFa Eine HTML5-Erweiterung, die verknüpfte Daten unterstützt. Hierbei werden HTML-Tag-Attribute eingeführt, die den für Nutzer sichtbaren Inhalten entsprechen, die Sie für Suchmaschinen beschreiben möchten. RDFa wird häufig sowohl im Kopfbereich als auch im Haupttext der HTML-Seite verwendet.

Richtlinien für strukturierte Daten

Sie sollten unbedingt die allgemeinen Richtlinien für strukturierte Daten und gegebenenfalls die Richtlinien für Ihren speziellen Typ strukturierter Daten beachten. Ansonsten ist es möglich, dass Ihre strukturierten Daten in der Google-Suche nicht als Rich-Suchergebnisse erscheinen.

Strukturierte Daten erstellen, testen und veröffentlichen

Wie Sie neue Seiten mit strukturierten Daten erstellen, erfahren Sie in dieser Anleitung.